Wenn die Temperaturen in Europa ungemütlich werden und der Dezember graue Regentage mit sich bringt, erstrahlt Dubai in angenehmem Sonnenschein bei perfekten 25 bis 28 Grad. Für Reisende über 50, die ein verlängertes Wochenende mit der idealen Mischung aus Entspannung, Kultur und modernem Flair suchen, bietet die Metropole am Persischen Golf genau das richtige Winterklima – ohne drückende Hitze, dafür mit angenehm warmen Abenden und kristallklarem Himmel.
Die Emirate-Stadt hat längst ihr Image als reine Luxusdestination abgelegt. Wer clever plant und die richtigen Entscheidungen trifft, entdeckt eine überraschend zugängliche Seite dieser faszinierenden Metropole, die traditionelle arabische Gastfreundschaft mit beeindruckender Architektur verbindet.
Dubai im Dezember: Perfekte Bedingungen für Entdecker
Der Dezember zählt zur absoluten Hochsaison in Dubai – und das aus gutem Grund. Während die Sommermonate mit Temperaturen jenseits der 40-Grad-Marke selbst hartgesottene Wüstenfans ins Schwitzen bringen, herrschen im Dezember ideale Bedingungen für ausgedehnte Stadterkundungen. Die Luftfeuchtigkeit sinkt auf angenehme Werte, und selbst mittags lässt es sich problemlos draußen verweilen.
Besonders für Reisende über 50 bedeutet dies komfortables Sightseeing ohne gesundheitliche Belastung durch extreme Hitze. Die Abende laden zu entspannten Spaziergängen entlang der Marina oder am Creek ein, wenn die Stadt in warmem Licht erstrahlt und das Leben auf den Promenaden erwacht.
Zwischen Tradition und Moderne: Was Dubai ausmacht
Das alte Dubai rund um den historischen Creek-Hafen erzählt Geschichten aus einer Zeit, als Perlentaucher und Händler die Geschicke der Stadt bestimmten. Im Stadtteil Deira pulsiert bis heute das authentische Leben: Gewürzmärkte verströmen den Duft von Safran, Kardamom und Zimt, während im benachbarten Goldsouk Schmuck in schier unglaublichen Mengen glitzert. Ein Spaziergang durch diese traditionellen Souks kostet keinen Eintritt und vermittelt eindrucksvoll, wie Handel und Wandel diese Region geprägt haben.
Die historischen Windtürme im Al Fahidi Viertel zeigen ingenieuse Klimatisierungstechnik aus vergangenen Jahrhunderten. Schmale Gassen zwischen sandfarben restaurierten Gebäuden laden zum gemächlichen Schlendern ein – hier ticken die Uhren spürbar langsamer als in den Hochhausschluchten der Innenstadt.
Sehenswürdigkeiten clever erleben
Das ikonische Burj Khalifa dominiert die Skyline und zieht Millionen Besucher an. Doch statt teurer Aussichtsplattformen bieten zahlreiche Restaurants und Cafés in den umliegenden Hochhäusern fantastische Ausblicke – bei gleichzeitigem kulinarischem Genuss für oft deutlich weniger Geld. Eine Tasse Kaffee für 5-7 Euro verwandelt sich so in ein Erlebnis mit Panoramablick.
Die Dubai Fountain Show am Fuße des Burj Khalifa findet mehrmals täglich statt und kostet keinen Cent. Das choreografierte Wasserspiel zu wechselnder Musik begeistert zu jeder Vorstellung aufs Neue und gehört zu den Attraktionen, die man sich ohne Budget-Sorgen gönnen kann.
Das Dubai Museum im Al Fahidi Fort vermittelt für symbolische 1,50 Euro Eintritt einen umfassenden Einblick in die Entwicklung der Stadt vom Fischerdorf zur Metropole. Gut aufbereitete Dioramen und historische Exponate machen Geschichte lebendig – ohne überlaufene Touristenmassen.
Fortbewegung: Günstig und komfortabel
Dubais Metro gehört zu den modernsten der Welt und erschließt die wichtigsten Sehenswürdigkeiten hervorragend. Eine aufladbare Nol-Karte für die öffentlichen Verkehrsmittel kostet in der Anschaffung etwa 2 Euro, einzelne Fahrten bewegen sich zwischen 0,90 und 2,50 Euro je nach Distanz. Wer mehrere Tage unterwegs ist, profitiert von Tageskarten für rund 5 Euro – ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis in einer Stadt dieser Größenordnung.
Die klimatisierten Züge bieten Komfort gerade für längere Strecken, und die goldene Regel ist simpel: Sitze in der Silberzone sind kostengünstiger als die Goldklasse. Für ein Wochenende reicht die Standardklasse völlig aus.

Traditionelle Abra-Boote queren den Creek für umgerechnet etwa 50 Cent pro Überfahrt. Diese kurzen Bootsfahrten sind nicht nur praktisch, sondern vermitteln authentisches Flair und bieten wunderbare Fotomotive vom Wasser aus.
Unterkunft: Clever wählen und sparen
Während die Luxushotels am Strand astronomische Preise aufrufen, finden sich in Stadtteilen wie Deira, Bur Dubai oder Al Barsha komfortable Mittelklasse-Unterkünfte ab etwa 50-70 Euro pro Nacht. Die Metro-Anbindung macht diese Lagen attraktiv, und der gewonnene Budgetspielraum lässt sich sinnvoller in Erlebnisse investieren.
Im Dezember sollte man frühzeitig buchen, da die Nachfrage hoch ist. Wer flexibel bei den genauen Reisedaten bleibt, findet manchmal attraktive Angebote für die erste Dezemberhälfte, bevor die Weihnachtswoche die Preise nochmals steigen lässt.
Kulinarische Entdeckungen ohne Luxuspreise
Dubai ist ein Schmelztiegel der Kulturen, und das zeigt sich nirgendwo deutlicher als beim Essen. Indische, pakistanische, philippinische und arabische Restaurants in den weniger touristischen Vierteln servieren authentische Küche zu erstaunlich moderaten Preisen. Ein reichhaltiges Curry-Gericht mit Beilagen gibt es ab 7-10 Euro, frisch gepresste Säfte für etwa 2 Euro.
Die Food Courts in den zahlreichen Shopping Malls bieten eine praktische Alternative: klimatisierte Umgebung, internationale Auswahl und Preise zwischen 8 und 15 Euro für vollwertige Mahlzeiten. Besonders die Malls abseits der Haupttouristenströme punkten mit lokaleren Preisen.
Shawarma-Stände und kleine Imbisse versorgen Einheimische und preisbewusste Besucher gleichermaßen. Für 3-5 Euro wird man mit frisch zubereitetem Fladenbrot, zartem Fleisch und würzigen Saucen mehr als satt – Street Food auf hohem Niveau.
Strandleben ohne Clubmitgliedschaft
Die öffentlichen Strandabschnitte wie Jumeirah Beach oder Kite Beach sind kostenlos zugänglich und bieten im Dezember perfekte Bedingungen. Die Wassertemperatur liegt bei angenehmen 24-26 Grad, das Meer ist ruhig, und die Sonne wärmt ohne zu brennen. Einfache Strandduschen und Umkleiden sind vorhanden, Sonnenliegen kann man für 8-12 Euro mieten – oder man bringt einfach ein Strandtuch mit.
Die Strandpromenaden laden zu ausgedehnten Spaziergängen ein, mit Blick auf das berühmte Burj Al Arab und die beeindruckende Küstenlinie. Gerade in den frühen Morgenstunden oder zum Sonnenuntergang entfaltet sich hier eine besondere Atmosphäre.
Praktische Hinweise für entspanntes Reisen
Die Zeitverschiebung von nur drei Stunden schont den Biorhythmus – gerade für Reisende über 50 ein nicht zu unterschätzender Vorteil bei einem kurzen Wochenendtrip. Man kommt an und ist praktisch sofort im Urlaubsmodus, ohne mit Jetlag kämpfen zu müssen.
Kleidungstechnisch empfiehlt sich leichte Sommergarderobe für tagsüber, ergänzt durch eine dünne Jacke oder einen Cardigan für die stark klimatisierten Innenräume und kühlere Abendstunden. Respektvolle Kleidung in religiösen Stätten versteht sich von selbst – Schultern und Knie sollten bedeckt sein.
Leitungswasser ist technisch trinkbar, aber stark gechlort. Für wenige Euro bekommt man große Wasserflaschen in jedem Supermarkt. Die Mitnahme einer wiederbefüllbaren Flasche spart Geld und schont die Umwelt.
Freitag ist der heilige Tag, viele Geschäfte öffnen erst nachmittags. Die Shopping Malls haben allerdings täglich lange Öffnungszeiten, oft bis 22 oder 23 Uhr – ideal für ausgedehnte Erkundungen in komfortabler Atmosphäre, wenn draußen die Temperaturen sinken.
Dubai im Dezember verbindet das Beste aus zwei Welten: europäische Fluchtdistanz trifft auf sommerliches Klima, moderne Infrastruktur auf traditionelle Märkte, und mit kluger Planung wird aus dem vermeintlichen Luxusziel ein bezahlbares Wochenenderlebnis mit bleibenden Eindrücken.
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